Der Geo-Grieche (Potsdams Eleven #2)

Der zweite Potsdamer Geocaching-Stammtisch fand, organisiert von Wribbel, beim „Griechen“ in Groß Glienicke statt. Was bisher niemand wusste: dort bahnte sich auch eine neue Cacherkarriere an:

Dimitri Stupakis ist aus seiner Heimat nach Groß Glienicke gekommen um Deutschland kennen zu lernen und half nebenbei etwas im Restaurant seines Onkels aus. Eines Abends war der Laden von Leuten aus einem Verein oder etwas ähnlichem reserviert worden, die sich hier treffen wollten zum Essen, Trinken und Quatschen.

Es schien sich um Menschen mit einem sehr eigenartigen Hobby zu handeln, denn während Dimitri noch den letzten Knopf an seiner Kellnerjacke schloss, schnappte er seltsame Begriffe wie GPS, Muggel oder Cache auf. Er warf einen kurzen Blick vor die Tür, dort hatte sich tatsächlich eine Schlange gebildet, weil nicht alle auf einmal in die Taverne passten, es gab offensichtlich recht viele Leute, die diesem Hobby frönten.

Nachdem er im Laufe des Abends reichlich Ouzo und andere griechische Spezialitäten serviert hatte, erkundigte er sich genauer und wurde in das Geheimnis um Dosen im Dickicht und Hints in Heuballen eingeweiht. Im Anschluss an diesen fröhlichen Abend voller neuer Erkenntnisse wollte Dimitri auf dem Heimweg mal schauen, ob er auch solch einen Cache findet. Jemand hatte erwähnt, dass die Dosen ja oft an markanten Stellen, wie Astlöchern oder Steinhaufen zu finden seien. Also schlüpfte er in seine Stiefel und machte sich auf den Weg.

Um diese Jahreszeit war es in Groß Glienicke, wahrscheinlich auch in Potsdam und der ganzen weiteren Gegend, ziemlich kalt. Eine Wollmütze hatte Dimitri sich schon gekauft, aber er würde wohl noch Handschuhe und einen Schal brauchen. Unterwegs kam er an einem Geschäft vorbei, das im Schaufenster eine Stehlampe hatte, die ihn irgendwie an seine Heimat erinnerte, obwohl sie kein blau-weißes Muster hatte wie bestimmte Häuser, Tischdecken oder eben die Landesfahne.

Nach einem kurzen Anflug von Heimweh riss Dimitri sich los und machte sich wieder auf die Suche nach der Dose. Hatten die Leute ihm einen Bären aufgebunden? Gab es dieses „Geocaching“ tatsächlich?

Dimitri wollte schon das Handtuch werfen, da fiel ihm plötzlich etwas ins Auge. Dort war ja eine Filmdose versteckt! Er trug sich an der vorgesehenen Stelle ein und beschloss, gleich am nächsten Tag einen Account einzurichten und dieses Spiel mit in seine Heimat zu nehmen. Beim Zurücklegen des Caches kribbelte ihn plötzlich etwas an der Hand: eine Spinne fühlte sich bei ihren Aktivitäten gestört. Dimitri mochte diese Tiere nicht und wurde noch einmal unsicher, ob dieses Hobby für ihn geeignet ist. Doch dann dachte er sich, dass das nur ein weiteres Argument für Handschuhe sei. Beim nächsten Treffen der Cacher würde er mit dabei sein und von seiner ersten Suche berichten.

Leider kam Dimitri dann doch noch etwas dazwischen, und er musste vorzeitig zurück nach Griechenland reisen. Da er die Potsdamer Geocacher aber nicht vergessen hatte, schickte er Ihnen eine Ansichtskarte aus seiner Heimat:

Findet Ihr die Dose, die aus Dimitri einen echten Geocacher machte?

Noch etwas: Bitte beachtet, dass im Zielgebiet der Empfang unter Umständen eher suboptimal sein kann. Verlasst Euch also auf Euren Cacher-Instinkt :-) Bitte versteckt den Cache wieder genau so, wie Ihr ihn vorgefunden habt und spoilert das Versteck nicht! Also keine verräterischen Logs und keine Fotos vom Versteck!

Hier der Cache bei Geocaching.com!